Viele Hotels wissen aus dem Alltag heraus, dass Buchungsportale Marge kosten, und nicht wenig. Die Provisionen sind bekannt, die Abhängigkeit von OTAs wird regelmäßig diskutiert, und Direktbuchungen gelten zu Recht als wichtiger eigener Vertriebsweg.
Trotzdem fehlt in der Praxis oft ein einfacher Blick auf die eigentliche Frage:
Was kosten die Portalprovisionen und weitere Kosten im Vergleich zur Direktbuchung wirklich?
Genau dafür haben wir den Hotel Distributionskosten Simulator entwickelt. Der Rechner stellt Portalprovisionen, Zahlungsabwicklungskosten und provisionsfreie Direktbuchungen übersichtlich gegenüber und macht sichtbar, wie sich unterschiedliche Vertriebsanteile auf den Nettoerlös / Marge auswirken.
OTA-Provisionen vs. Direktbuchung: Kosten im direkten Vergleich
Booking.com, Expedia und andere Portale berechnen 15–20 % Provision pro Buchung. Wer Portalprovisionen und OTA-Provisionen sparen möchte, hat mit dem Simulator eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Hinzu kommen Zahlungsabwicklungskosten, die oft separat anfallen. Der Rechner zeigt, wie viel Direktbuchungen über Ihre Website wirklich sparen – inklusive aller Zahlungskosten. So können Sie fundiert entscheiden, ob es sich für Ihr Hotel lohnt, in Direktvertrieb zu investieren.
Das Thema Direktbuchung
Das Thema Direktbuchung wird in der Hotellerie seit Jahren intensiv diskutiert. Häufig geht es dabei um Reichweite, Abhängigkeit, Sichtbarkeit oder den Wunsch, mehr Buchungen über die eigene Website zu erzielen. Und bei den OTA Provisionen zu sparen.
Was im Alltag aber oft fehlt, ist eine schnelle und nachvollziehbare Vergleichsansicht.
Portale wie Booking.com verlangen je nach Vertrag und Sichtbarkeitspaket zwischen 12 und 20 % Provision — zuzüglich Zahlungsabwicklungskosten, die oft separat anfallen.
Viele Hotels kennen ihre Portalprovision ungefähr. Weniger klar ist oft, wie hoch der Unterschied zur Direktbuchung tatsächlich ausfällt, wenn man die Zahlungsabwicklung mit berücksichtigt. Noch seltener lassen sich verschiedene Annahmen einfach testen und intern teilen.
Was der Hotel OTA vs Direktbuchung Simulator zeigt
Der Rechner vergleicht die aktuelle Vertriebsverteilung eines Hotels und zeigt auf einen Blick:
- Umsatz brutto und Umsatz netto
- Auslastung und verfügbare Roomnights
- Kosten des Portalvertriebs
- Kosten der provisionsfreien Direktbuchung
- Deckungsbeitrag nach Provision und Zahlungsabwicklung
- teilbare Szenarien
Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Bereiche:
1. Portalprovision
Hier werden der Portalanteil, die durchschnittliche Portalprovision und die Zahlungsabwicklung über das Portal berücksichtigt.
So wird sichtbar, welcher Teil des Umsatzes über Portale läuft und welche Kosten dadurch entstehen.
2. Direktbuchung
Im Bereich Direktbuchung werden unterschiedliche direkte Buchungswege berücksichtigt, etwa:
- Direkt online über die Website / IBE (Online-Buchungstool)
- Anfrageformular
- E-Mail, Telefon, Stammgäste oder Firmen
Für Online-Direktbuchungen lässt sich zusätzlich die Zahlungsabwicklung ansetzen. So wird deutlich, dass Direktbuchung zwar provisionsfrei sein kann, aber nicht in jedem Fall völlig ohne Vertriebskosten auskommt. Der Komfort liegt im direkten Cashflow-Vorteil: Bei Vollzahlung online wird das Geld etwa eine Woche später auf das Konto verbucht. Parallel können flexible Zahlungsmodelle wie Anzahlungen (z.B. 30%) mit Besicherung eingesetzt werden, um Risiko und Liquidität zu optimieren.
Metasuche vs. OTA-Provisionen: Wann ist es sinnvoll?
Viele Hoteliers fragen: "Stimmt es, dass Metasuche günstiger ist als OTA-Provisionen?" oder "Ist es für mein Hotel besser auf Metasuchmaschinen zu setzen als auf OTAs?"
Die kurze Antwort: Metasuche macht nur dann Sinn, wenn die eigene Website optimiert ist und bereit für Direktbuchungen ist.
Metasuche-Kampagnen sind Investitionen, die ROI erwirtschaften. Aber: Ohne eine optimierte Landingpage, schnelle Buchungsstrecke, Online-Buchungstool und klaren Direktbuchungs-Vorteile ist die Conversion-Rate zu niedrig. Das Ergebnis: Hohe Kampagnenkosten bei wenigen Buchungen.
Der Simulator zeigt Ihnen zuerst die Kosten der OTA-Provisionen. Erst mit fundierter Zahlengrundlage können Sie entscheiden, ob Metasuche ein sinnvoller Kanal ist. Die Argumente:
- OTA-Kosten sind hoch, aber passiv (12-20 %)
- Metasuche ist aktiv, kostet pro Klick, erfordert optimierte Landingpages
- Direktbuchungs-Investition zahlen sich aus, wenn Website, SEO, Content bereit sind
Investieren Sie zuerst in die Website-Grundlagen. Erst dann Metasuche als zusätzlichen Kanal. So vermeiden Sie, dass Sie Metasuche-Kosten verbrennen, während Sie gleichzeitig OTA-Abhängigkeit reduzieren.
Der Fokus: Kosten vergleichen
Der Rechner macht keine Aussage über zusätzliches Buchungsvolumen oder pauschale Umsatzversprechen. Stattdessen beantwortet er die zentrale Frage: Wie unterscheiden sich Portalvertrieb und Direktbuchung in der Kostenstruktur?
Das ist aus unserer Sicht die ehrlichere und nützlichere Ausgangsbasis.
Wer später über Website, Sichtbarkeit, Buchungsstrecke, SEO, Google Ads oder weitere Direktvertriebsmaßnahmen sprechen möchte, kann das auf einer fundierteren Grundlage tun. Der Simulator soll diesen Schritt nicht vorwegnehmen, sondern vorbereiten.
Für wen der Rechner gedacht ist
Der Hotel Distributionskosten Simulator richtet sich an Hotels im DACH-Raum, die ihre Vertriebskosten besser einordnen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage zur Stärkung ihrer Direktbuchungen schaffen möchten.
Der Rechner ist besonders hilfreich für:
- Eigentümer, Manager und Betreiber
- Schlüsselpersonal zur Sensibilisierung
- Agenturen und Webdesigner
- Marketing Agenturen
Auch für bestehende Kunden ist das Tool interessant, weil es sich nicht nur für die eigene Einordnung eignet, sondern auch intern weitergegeben werden kann.
Welche Fragen sich damit schnell beantworten lassen
Typische Fragen
Schon mit wenigen Eingaben lässt sich eine Reihe typischer Fragen klarer beantworten:
- Wie hoch sind unsere geschätzten Kosten im Portalvertrieb?
- Wie groß ist der Unterschied zwischen Portalvertrieb und Direktbuchung?
- Ist die Zahlungsabwicklung durch das Portal wirklich optimal?
- Wie verändert sich das Bild, wenn sich der Vertriebsanteil verschiebt?
- Was bleibt unter dem Strich als Nettoerlös bzw. Deckungsbeitrag übrig?
Ein Vergleich sagt mehr: Entscheidungen können getroffen werden
Gerade in Gesprächen mit Eigentümern, Kollegen oder externen Partnern hilft ein solcher Vergleich oft mehr als eine allgemeine Diskussion über "mehr Direktbuchungen". Oft geht es um das Budget für Maßnahmen, um Direktbuchungen zu steigern. Durch die Änderung des Portalanteils lassen sich substanzielle Mittel freispielen, die Sie meist einmalig investieren können.
- Ausbau / Aufbau / Modernisierung der Hotel-Website
- SEO Aktivitäten: eigene Zeit oder Agentur
- Social Media Aktivitäten: eigene Zeit oder Agentur
- Budget für Online Werbekampagnen: z.B. Google Ads, Instagram, Facebook
- Welche Direktbuchervorteile wollen Sie anbieten: Late-Checkout auf Anfrage, konkrete Zimmerwünsche
- Offline Aktivitäten vor Ort: Flyer für Empfehlung
- E-Mail Marketing für bereits angereiste Gäste: Content und Strategie
Bei der Buchungsmöglichkeit auf ihrer Website ist die Zahlungswilligkeit zum Buchungszeitpunkt gut einzuschätzen. Zum Zeitpunkt der Buchung ist die Zahlungsbereitschaft am größten, obwohl Gäste versuchen die Zahlung hinauszuzögern, und eine relativ günstige stornierbare Rate bevorzugen.
- Online Buchungstool (IBE) mit Sofortbezahlung / Anzahlung (% des Buchungsbetrags) oder Besicherung per Karte
- Gänzlicher Verzicht auf Zahlungsdaten - Birgt Noshow Risiko, ist aber bei einigen Betrieben kein wesentlicher Faktor
- Klassisches Anfrageformular für komplexere Buchungsanfragen
- Prominentes Platzieren der Telefonnummer für Telefonbuchungen
Aufbau des Rechners
Der Simulator ist bewusst einfach gehalten und gliedert sich in zwei Bereiche: Ausgangslage und Ergebnis.

Ausgangslage
Im linken Bereich werden die Rahmenbedingungen des Hotels eingegeben, zum Beispiel:
- verfügbare Zimmer
- Auslastung
- Jahresumsatz
- Zimmerpreis (ADR)
- Umsatzart brutto oder netto
- Mehrwertsteuersatz
Darunter folgen die beiden Kostenblöcke für Portalprovision und Direktbuchung.

Ergebnis
Im rechten Bereich zeigt der Rechner die verdichtete Auswertung:
- Umsatz brutto
- Umsatz netto
- Auslastung
- Kosten des Portalvertriebs
- Kosten der Direktbuchung
- Deckungsbeitrag
- Szenario mit Link und PDF

Was der Rechner berücksichtigt
Der Rechner zeigt die unmittelbar vergleichbaren Kostenwelten:
- Portalprovision
- Zahlungsabwicklung im Portal
- Zahlungsabwicklung bei Online-Direktbuchungen
Ein wichtiger Punkt: Wir zeigen nicht nur die klassische OTA-Provision, sondern auch Zahlungsabwicklungskosten. Im Alltag werden Vertriebskosten oft verkürzt betrachtet – Portalprovision ist sichtbar, Direktbuchung gilt als provisionsfrei. Tatsächlich können auch Direktbuchungen Kosten verursachen, wenn Online-Zahlungen über die eigene Buchungsstrecke abgewickelt werden.
Was bewusst ausgeklammert bleibt
Der Rechner zeigt bewusst nicht alle Website- und Marketingkosten. Erfolgreich Direktbuchungen hängen mit Website, SEO, Content oder Werbung zusammen – diese Bereiche sind wichtig, aber sehr individuell. Sie verdienen eine eigene Betrachtung, nicht eine pauschale Integration.
Szenarien erstellen und teilen
Ein großer Vorteil des Rechners ist, dass Szenarien erstellt und geteilt werden können.

Das ist gerade in der Hotellerie hilfreich, weil Entscheidungen selten allein getroffen werden. Oft müssen Zahlen intern abgestimmt, mit Eigentümern besprochen oder mit Kollegen aus Reservierung, Vertrieb oder Marketing geteilt werden. Darauf aufbauend lassen sich dann konkrete Maßnahmen besprechen: Kommunikationsstrategien, E-Mail-Vorlagen-Anpassungen, Ad Budgets und Ad Strategien – oder auch nur passive SEO-Optimierung.
Mit teilbaren Links und PDF-Ausgabe lässt sich der Rechner nicht nur für die eigene Einordnung nutzen, sondern auch als gemeinsame Gesprächsgrundlage.
Typische Einsatzmöglichkeiten
Typische Einsatzmöglichkeiten sind zum Beispiel:
- Vergleich des aktuellen Vertriebsmodells
- Abstimmung mit Eigentümern
- Einordnung mit externer Agentur
- Nutzung durch bestehende Kunden als Argumentationshilfe
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viel Provision nimmt Booking.com? Booking.com verlangt je nach Vertrag und Sichtbarkeitsstufe zwischen 12 und 20 % Provision pro Buchung. Zusätzlich kommen oft separate Zahlungsabwicklungskosten hinzu, die die Gesamtkosten weiter erhöhen.
Ist Direktbuchung wirklich provisionsfrei? Ja — direkte Buchungen über Ihre Website fallen keine Provisionen an. Allerdings entstehen bei Online-Zahlungen Transaktionsgebühren von 1.5 - 3 % (Stripe, PayPal, je nachdem ob Gäste aus EU oder nicht kommen). Der Rechner berücksichtigt beide Szenarien und zeigt die realen Kosten.
Wie erhöhe ich Direktbuchungen? Mit einer modernen Website, benutzerfreundlichem Online-Buchungstool, schneller Zahlungsoption und klaren Direktbuchungs-Vorteilen (z.B. flexible Stornierung). Der Rechner zeigt die Kosteneinsparung, die Sie in Website-Verbesserungen und Marketing investieren können.
Welche Kosten entstehen bei einer eigenen Buchungsstrecke? Zahlungsabwicklung (1.5 - 3 %), ggf. Hosting und Wartung der Website, sowie Marketing, um Gäste auf Ihre Website zu lenken. Diese Kosten sind in der Regel deutlich geringer als OTA-Provisionen und unterliegen Ihrer Kontrolle.
Jetzt ausprobieren
Der Hotel Distributionskosten Simulator hilft dabei, Portalprovisionen und Direktbuchungen in wenigen Schritten gegenüberzustellen. Probieren Sie den Rechner mit Ihren eigenen Zahlen aus:
Zum Simulator:
Testen Sie verschiedene Szenarien, vergleichen Sie Ihre Ausgangslage und teilen Sie das Ergebnis bei Bedarf intern weiter.