Viele Hotels wissen aus dem Alltag heraus, dass Buchungsportale Umsatz kosten. Die Provisionen sind bekannt, die Abhängigkeit von OTAs wird regelmäßig diskutiert, und Direktbuchungen gelten zu Recht als wichtiger eigener Vertriebsweg.
Trotzdem fehlt in der Praxis oft ein einfacher Blick auf die eigentliche Frage:
Was kostet der Portalvertrieb im Vergleich zur Direktbuchung wirklich?
Genau dafür haben wir den Hotel Distributionskosten Simulator entwickelt. Der Rechner stellt Portalprovisionen, Zahlungsabwicklungskosten und provisionsfreie Direktbuchungen übersichtlich gegenüber und macht sichtbar, wie sich unterschiedliche Vertriebsanteile auf den Nettoerlös auswirken.
Warum wir diesen Rechner gebaut haben
Das Thema Direktbuchung
Das Thema Direktbuchung wird in der Hotellerie seit Jahren intensiv diskutiert. Häufig geht es dabei um Reichweite, Abhängigkeit, Sichtbarkeit oder den Wunsch, mehr Buchungen über die eigene Website zu erzielen.
Was im Alltag aber oft fehlt, ist eine schnelle und nachvollziehbare Vergleichsansicht.
Viele Hotels kennen ihre Portalprovision ungefähr. Weniger klar ist oft, wie hoch der Unterschied zur Direktbuchung tatsächlich ausfällt, wenn man die Zahlungsabwicklung mit berücksichtigt. Noch seltener lassen sich verschiedene Annahmen einfach testen und intern teilen.
Transparenz statt Überzeugung
Genau hier setzt der Simulator an: Er soll nicht überzeugen, sondern transparent machen.
Was der Hotel OTA vs Direktbuchung Simulator zeigt
Der Rechner vergleicht die aktuelle Vertriebsverteilung eines Hotels und zeigt auf einen Blick:
- Umsatz brutto und Umsatz netto
- Auslastung und verfügbare Roomnights
- Kosten des Portalvertriebs
- Kosten der provisionsfreien Direktbuchung
- Deckungsbeitrag nach Provision und Zahlungsabwicklung
- teilbare Szenarien
Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Bereiche:
1. Portalprovision
Hier werden der Portalanteil, die durchschnittliche Portalprovision und die Zahlungsabwicklung über das Portal berücksichtigt.
So wird sichtbar, welcher Teil des Umsatzes über Portale läuft und welche Kosten dadurch entstehen.
2. Direktbuchung
Im Bereich Direktbuchung werden unterschiedliche direkte Buchungswege berücksichtigt, etwa:
- Direkt online über die Website / IBE
- Anfrageformular
- E-Mail, Telefon, Stammgäste oder Firmen
Für Online-Direktbuchungen lässt sich zusätzlich die Zahlungsabwicklung ansetzen. So wird deutlich, dass Direktbuchung zwar provisionsfrei sein kann, aber nicht in jedem Fall völlig ohne Vertriebskosten auskommt. Der Komfort liegt im direkten Cashflow-Vorteil: Bei Vollzahlung online wird das Geld etwa eine Woche später auf das Konto verbucht. Parallel können flexible Zahlungsmodelle wie Anzahlungen (z.B. 30%) mit Besicherung eingesetzt werden, um Risiko und Liquidität zu optimieren.
Der Fokus: Kosten vergleichen
Der Rechner macht keine Aussage über zusätzliches Buchungsvolumen oder pauschale Umsatzversprechen. Stattdessen beantwortet er die zentrale Frage: Wie unterscheiden sich Portalvertrieb und Direktbuchung in der Kostenstruktur?
Das ist aus unserer Sicht die ehrlichere und nützlichere Ausgangsbasis.
Wer später über Website, Sichtbarkeit, Buchungsstrecke, SEO, Google Ads oder weitere Direktvertriebsmaßnahmen sprechen möchte, kann das auf einer fundierteren Grundlage tun. Der Simulator soll diesen Schritt nicht vorwegnehmen, sondern vorbereiten.
Für wen der Rechner gedacht ist
Der Hotel Distributionskosten Simulator richtet sich an Hotels im DACH-Raum, die ihre Vertriebskosten besser einordnen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage zur Stärkung ihrer Direktbuchungen schaffen möchten.
Der Rechner ist besonders hilfreich für:
- Eigentümer, Manager und Betreiber
- Schlüsselpersonal zur Sensibilisierung
- Agenturen und Webdesigner
- Marketing Agenturen
Auch für bestehende Kunden ist das Tool interessant, weil es sich nicht nur für die eigene Einordnung eignet, sondern auch intern weitergegeben werden kann.
Welche Fragen sich damit schnell beantworten lassen
Typische Fragen
Schon mit wenigen Eingaben lässt sich eine Reihe typischer Fragen klarer beantworten:
- Wie hoch sind unsere geschätzten Kosten im Portalvertrieb?
- Wie groß ist der Unterschied zwischen Portalvertrieb und Direktbuchung?
- Ist die Zahlungsabwicklung durch das Portal wirklich optimal?
- Wie verändert sich das Bild, wenn sich der Vertriebsanteil verschiebt?
- Was bleibt unter dem Strich als Nettoerlös bzw. Deckungsbeitrag übrig?
Ein Vergleich sagt mehr
Gerade in Gesprächen mit Eigentümern, Kollegen oder externen Partnern hilft ein solcher Vergleich oft mehr als eine allgemeine Diskussion über "mehr Direktbuchungen".
Aufbau des Rechners
Der Simulator ist bewusst einfach gehalten und gliedert sich in zwei Bereiche: Ausgangslage und Ergebnis.

Ausgangslage
Im linken Bereich werden die Rahmenbedingungen des Hotels eingegeben, zum Beispiel:
- verfügbare Zimmer
- Auslastung
- Jahresumsatz
- Zimmerpreis (ADR)
- Umsatzart brutto oder netto
- Mehrwertsteuersatz
Darunter folgen die beiden Kostenblöcke für Portalprovision und Direktbuchung.

Ergebnis
Im rechten Bereich zeigt der Rechner die verdichtete Auswertung:
- Umsatz brutto
- Umsatz netto
- Auslastung
- Kosten des Portalvertriebs
- Kosten der Direktbuchung
- Deckungsbeitrag
- Szenario mit Link und PDF

Was der Rechner zeigt und was nicht
Was der Rechner berücksichtigt
Der Rechner zeigt die unmittelbar vergleichbaren Kostenwelten:
- Portalprovision
- Zahlungsabwicklung im Portal
- Zahlungsabwicklung bei Online-Direktbuchungen
Ein wichtiger Punkt: Wir zeigen nicht nur die klassische OTA-Provision, sondern auch Zahlungsabwicklungskosten. Im Alltag werden Vertriebskosten oft verkürzt betrachtet – Portalprovision ist sichtbar, Direktbuchung gilt als provisionsfrei. Tatsächlich können auch Direktbuchungen Kosten verursachen, wenn Online-Zahlungen über die eigene Buchungsstrecke abgewickelt werden.
Was bewusst ausgeklammert bleibt
Der Rechner zeigt bewusst nicht alle Website- und Marketingkosten. Erfolgreich Direktbuchungen hängen mit Website, SEO, Content oder Werbung zusammen – diese Bereiche sind wichtig, aber sehr individuell. Sie verdienen eine eigene Betrachtung, nicht eine pauschale Integration.
Szenarien erstellen und teilen
Warum Szenarien teilen wichtig ist
Ein großer Vorteil des Rechners ist, dass Szenarien erstellt und geteilt werden können.

Das ist gerade in der Hotellerie hilfreich, weil Entscheidungen selten allein getroffen werden. Oft müssen Zahlen intern abgestimmt, mit Eigentümern besprochen oder mit Kollegen aus Reservierung, Vertrieb oder Marketing geteilt werden. Darauf aufbauend lassen sich dann konkrete Maßnahmen besprechen: Kommunikationsstrategien, E-Mail-Vorlagen-Anpassungen, Ad Budgets und Ad Strategien – oder auch nur passive SEO-Optimierung.
Mit teilbaren Links und PDF-Ausgabe lässt sich der Rechner nicht nur für die eigene Einordnung nutzen, sondern auch als gemeinsame Gesprächsgrundlage.
Typische Einsatzmöglichkeiten
Typische Einsatzmöglichkeiten sind zum Beispiel:
- Vergleich des aktuellen Vertriebsmodells
- Abstimmung mit Eigentümern
- Einordnung mit externer Agentur
- Nutzung durch bestehende Kunden als Argumentationshilfe
Jetzt ausprobieren
Der Hotel Distributionskosten Simulator hilft dabei, Portalprovisionen und Direktbuchungen in wenigen Schritten gegenüberzustellen. Probieren Sie den Rechner mit Ihren eigenen Zahlen aus:
Zum Simulator:
[Link zum Rechner]
Testen Sie verschiedene Szenarien, vergleichen Sie Ihre Ausgangslage und teilen Sie das Ergebnis bei Bedarf intern weiter.